Tim Bendzko
ORF/Günther Pichlkostner
ORF/Günther Pichlkostner
Porträt

Tim Bendzko

Er ist der Hahn im Jury-Korb: Tim Bendzko, deutscher Sänger und Songwriter, komplettiert neben seinen Kolleginnen Ina Regen und Nina „Fiva“ Sonnenberg das „Starmania 21“-Jury-Trio. Bendzko kann gut nachvollziehen, wie sich die Kandidatinnen und Kandidaten auf der großen Bühne fühlen: Ein Talentwettbewerb war nämlich der Startschuss für seine eigene musikalische Karriere.

Die Liebe zur Musik hat der Sänger schon früh entdeckt: Nach einer beendeten Fußballkarriere und ein paar Jahren Gitarrenunterricht schrieb der gebürtige Berliner mit 16 Jahren seine ersten eigenen Songs. Bei einem Talentwettbewerb der Söhne Mannheims gewann der damals 24-Jährige den Platz als Pendant von Xavier Naidoo und wurde anschließend beim Konzert mit den Söhnen Mannheims in der Berliner Waldbühne entdeckt.

Musikalischer Durchbruch

Das 2011 von ihm herausgegebene Album „Wenn Worte meine Sprache wären“ markierte Bendzkos musikalischen Durchbruch und wurde, wie auch seine Single „Nur noch kurz die Welt retten“, mit Platin ausgezeichnet.

Das Gefühl, wenn jemand auf die Bühne kommt , zwei Wörter singt und man sofort weiß: Das ist was Besonderes!

Bendzko konnte – im Gegensatz zu seinen Kolleginnen Ina Regen und Fiva – bereits Erfahrungen als Juror sammeln. Im Jahr 2013 nahm er in der deutschen Castingshow „The Voice Kids“ selbst Platz im Jurysessel und beurteilte das gesangliche Können der jungen Talente. Auf die Frage, woran er sich denn noch genau erinnere, erzählt Bendzko: „Tatsächlich an das Gefühl, wenn jemand auf die Bühne kommt, zwei Wörter singt und man sofort weiß: Das ist was Besonderes!“

Fan von denen, die „da“ sind

Beim ersten Eindruck ist für den ehemaligen Theologiestudenten vollkommen egal, wie die Kandidatinnen und Kandidaten aussehen. Er wolle anfangs nur hören, „was die Stimme mit einem anstellt“. Er sei immer Fan von Leuten, bei denen man auf der Bühne das Gefühl habe, dass sie alles um sich herum ausblenden können und total „da“ seien. Um an die Spitze zu kommen, brauche es eine Stimmfarbe, die Wiedererkennungswert habe und die einen einfach umhaue.

Bei Bendzko – seine Alben beinhalten nur deutschsprachige Lieder – habe man dennoch keinen Vorteil, wenn man deutsch singe. Wobei der Berliner, wie er selbst feststellt, „wahrscheinlich ein bisschen kritischer“ beurteile, da für ihn die richtige Artikulation entscheidend sei. „Es ist wichtig, dass man die- oder denjenigen versteht, und sie/er nicht versucht, Wörter so zu singen, wie sie nicht gesprochen werden. Das deutsche Singen ist schon noch mal ein bisschen herausfordernder, als sich im Englischen ‚durchzuwurschteln‘.“

Der 35-Jährige freut sich schon auf seine Rolle als Juror und sieht sich in einer sehr bequemen Situation: „Es ist so, wie man es sich als Fernsehzuschauer immer wünscht: Dasitzen und selber entscheiden, ob etwas nun gut ist oder nicht. Und dass wir das jetzt hier machen können, ist natürlich ‚Fernsehen deluxe‘.“